Das Jahr das war: Ab und auf – Philips im Spiegel des Jahres 2009
Die globale Finanzkrise, die ihren Anfang Mitte 2008 nahm, hat auch in den letztjährigen Resultaten von Philips abermals ihre deutlichen Spuren hinterlassen. Mit operativen Verlusten und Verkaufsrückgängen im ersten Halbjahr des 2009 startete Philips sehr verhalten. Erfreulicherweise setzte im zweiten Halbjahr an den Märkten eine für Philips spürbare Belebung der Nachfrage ein – teilweise auch dank der diversen staatlichen Konjunkturprogramme. Kombiniert mit der weiterhin strikten Überwachung der Kosten startete Philips in den zweiten 6 Monaten des 2009 zu einer fulminanten Aufholjagd. Diese mündete in einem Jahresergebnis, welches alle Marktauguren überraschte (Zitat Finanz und Wirtschaft: “[...]übertraf im vierten Quartal 2009 die kühnsten Gewinnerwartungen.”).
Stärkung des Kerngeschäftes
Nach diversen Unternehmenszukäufen in jüngerer Vergangenheit im Gesundheits- und Lichtbereich gab Philips Ende Juli 2009 den Kauf der italienischen Herstellerin von Kaffeevollautomaten Saeco bekannt. Durch diesen Erwerb verstärkt Philips den Sektor Consumer Lifestyle und wird zu einem der weltweit führenden Komplettanbieter für Kaffeemaschinen.
Neben diesem Zukauf, arbeitete Philips Consumer Lifestyle weiterhin auf eine Verbesserung der Profitabilität hin. In diesem Zusammenhang veräusserte Philips die Geschäftsaktivitäten rund um die Computerbildschirme an die Firma TPV, einen der führenden asiatischen Hersteller von LCD-Monitoren. Diese und andere Massnahmen blieben nicht ohne Erfolg: Erstmals seit Anfang 2008 kehrten die Resultatszahlen des Bereiches FlatTV in die Gewinnzone zurück.
(Innovative) Produkte, die aufgefallen sind
Philips konnte 2009 mit einigen Innovationen am Markt Aufsehen erregen: Im Frühjahr präsentierte das Unternehmen den allerersten FlatTV im 21:9-Cinemascope-Format. Damit hält das Kino definitiv Einzug in die heimischen Stuben – und die schwarzen Balken an der oberen und unteren Seite beim DVD- oder Blu-ray-Filmvergnügen verschwinden. Als erster Hersteller überhaupt lancierte Philips im Herbst ebenso die erste Schallzahnbürste speziell für Kinder. Philips Lighting machte das Jahr 2009 zum Jahr der LED-Lampen: Seit letztem Herbst steht den Kundinnen und Kunden neben energieeffizienten Spar- und Halogenlampen auch die LED-Technologie als Alternative zur Glühlampe zur Verfügung. Der Sektor Healthcare nutzte das vergangene Jahr, um innovative medizinische Geräte im Rahmen von Forschungskooperationen in die Schweiz zu holen: An der Universitätsklinik Genf wird das erste kombinierte PET-MR-Gerät in Europa installiert werden. Die Klinik wird das Gerät u.a. bei der weiteren Erforschung sowie Behandlung von Alzheimer-,Parkinson- und kardiologischen Erkrankungen einsetzen. Zusammen mit dem Spital Winterthur wird Philips an Therapieformen weiterforschen, welche mit Hilfe der kombinierten Nutzung von Ultraschall und Magnetresonanztomographie erlauben, Tumore im menschlichen Körper zu zerstören.
Der folgende kurze Film zeigt im Zeitraffer die (Produkte-)Höhepunkte von Philips im 2009:
Philips‘ Resultate in der Schweiz
Philips AG verzeichnete in der Schweiz im 2009 einen Umsatzrückgang von 15 Prozent. Dabei konnte der Sektor Healthcare auf Vorjahresniveau abschliessen – im gegebenen wirtschaftlichen Umfeld überaus erfreulich! – Lighting verzeichnete ein Minus von 9 Prozent gegenüber 2008 und Consumer Lifestyle büsste rund ein Viertel des Umsatzes ein. Gerade der Bereich mit Produkten der Unterhaltungselektronik und Elektrohausgeräte spürte das raue Wirtschaftsklima sehr stark. Wie im Konzern zeichnete sich jedoch im letzten Quartal eine Trendwende ab: Die Rückkehr auf einen leichten Wachstumspfad stimmt fürs 2010 vorsichtig optimistisch
Erfreulich ist das Saeco Kaffeemaschinen und Kaffeevollautomaten jetzt unter einem innovativem Unternehmen geführt wird. Eventuell werden die Kaffeevollautomaten in Ihrer Qualität verbessert um Sie auch für den Office Bereich einsetzen zu können. Bisher wird dieser Markt ( Bürokaffeeservice,Industrie ) von anderen Playern beherrscht. Der weg über Platzierungen innerhalb Büros führt unweigerlich zu einem höheren Absatz im Haushaltsbereich. Ein anderer Schweizer Hersteller hat dies erkannt und setzt es mit einer eigenen Kaffeemaschinen Linie um. Es gibt viele Wege einen Markt für sich zu gewinnen und oft sind es kleine Umwege die einem das Tor zu größeren Marktanteilen öffnet. Saeco ist bereits ein bekanntes Brand, könnte jedoch ein wesentlich größeres Stück vom Kuchen abbekommen.